Kurz gesagt
- Der Shine-Stick lädt die Daten alle paar Minuten hoch; die App zeigt, was der Server bekommen hat, nicht was der Wechselrichter jetzt tut.
- Lokales Auslesen über RS485 Modbus liefert Werte im Sekundentakt, in Ihrem eigenen Netz, mit oder ohne Internet.
- Beides kann nebeneinander laufen: Der Stick versorgt ShinePhone, der lokale Monitor Ihr Display und Home Assistant.
Die meisten Growatt-Hybride werden gleich überwacht: Ein ShineWiFi- oder ShineLAN-Stick am Wechselrichter schickt die Daten an die Growatt-Server, und Sie sehen sie in ShinePhone oder im Webportal. Das ist kostenlos und funktioniert. Es ist auch langsam und hängt von zwei Dingen ab, die Sie nicht in der Hand haben.
Woher die Verzögerung kommt
Der Stick überträgt nicht laufend. Er sammelt Werte und lädt sie in Abständen von mehreren Minuten hoch. Der Server speichert sie, und die App zeigt das zuletzt empfangene Paket. Der Energiefluss auf Ihrem Handy ist also eine Momentaufnahme von vor ein paar Minuten. Für einen Monatsüberblick reicht das. Um zu entscheiden, ob die Spülmaschine jetzt laufen soll, solange die Sonne scheint, reicht es nicht.
Die Growatt-Integration von Home Assistant hat dieselbe Grenze, weil sie dieselben Server liest.
Wenn Internet oder Server ausfallen
Fällt Ihr Router aus, verliert der Stick das WLAN oder haben die Growatt-Server einen schlechten Tag, zeigt die App nichts Neues mehr. Der Wechselrichter arbeitet einwandfrei weiter; Sie sehen ihn nur nicht. Wer eine Batterie hat, merkt das meist bei einem Stromausfall, also genau dann, wenn man den Ladezustand am liebsten kennen würde.
Den Wechselrichter lokal lesen
Growatt-Hybride haben eine RS485-Verbindung, die Modbus spricht. Darüber kann ein Gerät vor Ort die Register des Wechselrichters direkt abfragen: PV-Strings, Ladezustand und Leistung der Batterie, Netzbezug und Einspeisung, Verbrauch, Prioritätsmodus und die Energiezähler des Tages. Kein Server dazwischen, kein Upload-Intervall. Die Werte sind so frisch, wie Sie wollen, auf wenige Sekunden genau.
| Shine-Stick + ShinePhone | Lokal über RS485 Modbus | |
|---|---|---|
| Aktualisierung | Mehrere Minuten | Wenige Sekunden |
| Ohne Internet | Nichts Neues | Läuft weiter |
| Home Assistant | Über die Cloud | Direkt, über MQTT |
| Verlauf | Im Growatt-Portal | In Ihrem Netz und, wenn Sie wollen, in Ihrer eigenen Cloud |
Beides behalten
Sie müssen sich nicht entscheiden. Der Stick steckt an seinem eigenen Anschluss; der lokale Monitor nutzt die RS485-Verbindung. ShinePhone bleibt für Ihren Installateur und den langfristigen Überblick, die lokalen Daten versorgen Ihr Display, Ihre Automationen und Ihre Alarme.
Growatt Monitor ist für diese zweite Aufgabe gebaut. Er liest den Wechselrichter alle paar Sekunden über RS485, zeigt die vier Energieflüsse auf seinem eigenen Display und auf einem Dashboard in Ihrem WLAN, sendet an Home Assistant und liest nur: Prioritätsmodus, Zeitfenster und Batterieeinstellungen bleiben, wie sie sind.
Häufige Fragen
Muss ich den Shine-Stick abziehen?
Nein. Stick und Box nutzen verschiedene Anschlüsse und stören sich nicht.
Sieht mein Installateur die Anlage weiterhin?
Ja, im Growatt-Portal wie bisher. Auf Wunsch bekommt er mit dem Zugangsschlüssel auch Zugriff auf die Cloud der Box.
Braucht das lokale Auslesen eine Einstellung am Wechselrichter?
Meist nur die Modbus-Adresse, die 1 ist, sofern niemand sie geändert hat. Wir bereiten die Box vor dem Versand für Ihr Modell vor.

